Asteya im Alltag – achtsam mit Zeit und Aufmerksamkeit
- Andrea Gutermuth
- vor 2 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
Wenn wir an Yoga denken, kommt uns oft zuerst die Bewegung auf der Matte in den Sinn. Haltungen, Atem, vielleicht auch Entspannung. Doch Yoga begleitet uns nicht nur im Üben, sondern auch im Alltag.
In der Yogaphilosophie beschreibt der sogenannte achtgliedrige Pfad einen Weg, wie wir mit uns selbst und mit anderen umgehen können. Ein Teil dieses Weges sind die Yamas – einfache, zeitlose Impulse für unser Miteinander.
Das dritte Yama heißt Asteya.

Was bedeutet Asteya?
Asteya wird meist mit „Nicht-Stehlen“ übersetzt. Für mich geht es dabei nicht nur um Dinge im materiellen Sinn. Es geht auch um etwas viel Feineres: Zeit, Aufmerksamkeit und Vertrauen.
Im Alltag begegnet uns Asteya in vielen kleinen Momenten. Wenn wir zu spät kommen und jemand anderen warten lassen. Wenn wir Gespräche länger ziehen, als es gut tut. Oder wenn wir Versprechen machen, die wir eigentlich nicht halten können. Oft passiert das nicht aus Absicht, sondern im Autopilot. Und doch nehmen wir damit etwas – Zeit, Raum oder Energie.
Verlässlichkeit als Form von Achtsamkeit
In meinen Yogastunden zeigt sich Asteya ganz konkret im Umgang mit der Zeit. Ich beginne pünktlich. Und ich ende pünktlich. Nicht, weil ich streng sein möchte, sondern weil ich finde, dass Verlässlichkeit etwas sehr Wohltuendes hat. Als Teilnehmerin oder Teilnehmer darfst du dich darauf verlassen, dass deine Zeit respektiert wird. Dass du deinen Abend, deinen Tag, dein Leben darum herum planen kannst. Auch das ist für mich eine Form von Achtsamkeit.
Asteya und der Umgang mit Ideen
Asteya zeigt sich für mich auch im Umgang mit Gedanken und Worten. Wenn wir Ideen teilen, die nicht unsere eigenen sind, dürfen wir sie würdigen. Quellen nennen und Inspiration sichtbar machen. Als Form von Respekt gegenüber den Menschen, von denen wir gelernt haben, und gegenüber uns selbst.
Kleine Gesten im Alltag
Vielleicht magst du in den nächsten Tagen einmal darauf achten, wo dir Asteya begegnet:
In einem pünktlichen Ankommen.
In einem klaren Abschied.
In einem ehrlichen „Das habe ich von jemand anderem gelernt.“
Es sind oft kleine Gesten. Und doch können sie viel verändern – in der Art, wie wir miteinander umgehen und wie wir unseren eigenen Raum und die Zeit anderer achten.
Yoga als Weg, nicht nur als Übung
Die Yamas und Niyamas verstehe ich nicht als Regeln, sondern als Impulse. Als Anstöße, die uns im Alltag begleiten können – auf der Matte und darüber hinaus.
In meinen Kursen, Retreats und im Personal Yoga geht es genau darum: langsamer zu werden, bewusster hinzuspüren und wieder mehr Raum für das eigene Erleben zu schaffen. Wenn du dich dafür interessierst oder Fragen hast, melde dich gern bei mir.





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